EMDR Therapie

EMDR heißt „Eye Movement Desensitization and Reprocessing” deutsch: Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen.
EMDR ist ein noch relativ junges Verfahren in der Psychotherapie (ca. 25 Jahre), wurde inzwischen jedoch intensiv weiterentwickelt, umfassend erforscht und ist seit 2013 von der WHO als Psychotraumatherapie-Verfahren anerkannt.
EMDR zählt zu den weltweit effektivsten Therapiemethoden bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und ebenso zur Bewältigung belastender Lebensereignisse.

EMDR ist eine psychotherapeutische Methode

Mit EMDR können dysfunktional (falsch) gespeicherte und damit belastende Erinnerungen neu verarbeitet, desensibilisiert und anschließend neu und heilsam im Bewusstsein gespeichert und integriert werden.

Indikation zur Anwendung von EMDR

Es geht um eine ausführliche Stärkung innerer Ressourcen=vorhandenen Fähigkeiten oder innerer Kraftquellen eines Menschen. Oft sind es die unbewussten Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen, Neigungen und Stärken die im Menschen vorhanden sind. Diese werden bei den vielfältigsten Themen genutzt und den Prozess der Weiterentwicklung zu fördern. Es werden dadurch bestehende hilfreiche Strategien gestärkt und weitere Techniken neu verankert, im Bewusstsein des Menschen.

Nach einer ausführlichen Anamnese/Erstgespräch wird im Anschluss die Vorbereitung für die EMDR-Therapie begonnen. Zuerst wird der Klient/die Klientin zur Arbeit mit dem EMDR aufgeklärt.

In der Vorbereitungsphase wird alles besprochen, was im EMDR-Setting genutzt wird.

Es wird mit einem sicheren Ort des Klienten/der Klientin gearbeitet und im Anschluss wird dieser sichere Ort mit der „Butterfly-Technik“ oder dem „Tapping“ bei sich selbst angewandt oder über die Therapeutin. Der sichere Ort kann vom Klienten visualisiert (vorgestellt) werden oder ein realer Ort der Ruhe und Erholung sein. „Butterfly“ bedeutet eine rechts-links Berührung der Oberarme oder „Tapping“ = rechts-links Berührung der Oberschenkel.

Die genannte Situation wird nun konkret erfasst, bewertet mit einer negativen Kognition (z.B.: „Es war so schlimm!“), umbenannt in eine positive Kognition („Ich habe es überlebt!“). Dann folgt eine Skalierung und Bewertung zwischen 0 bis 7 zur positiven Kognition („Ich habe es überlebt!“). Und im Anschluss wird der Grad der Belastung (Als es so schlimm war...? über eine Skalierung von 0 bis 10 vorgenommen.

Dann kommt das Kernstück = Reprocessing genannt, hier wird nun konkret über die bilaterale Stimulation = rechts-links Augenbewegung oder rechts-links Berührung, die Verarbeitung bestimmter, erlebter Situationen ermöglicht. Es kann auch mit bilateraler Musik oder einer Brille gearbeitet werden, je nach Befinden des Klienten/der Klientin. Bei der Musik wird einmal das rechte und einmal das linke Ohr mehr angesprochen, bei der Lichtbrille kann das Licht rechts und links blinken oder im Stand bleiben, so wie es sich gut anfühlt.

EMDR folgt einen achtphasigen Behandlungskonzept dessen Kernstück ein Prozess ist, bei dem sich der Klient auf bestimmte Anteile seiner bewussten Erinnerung konzentriert und gleichzeitig den Fingerbewegungen der Therapeutin folgend die Augen bewegt. Es folgen mehrere Serien von Fingerbewegungen mit anschließender Frage an den Klienten. Zum Abschluss, wenn die Wink-Phasen vorbei sind, geht es in die Verankerung mit dem wechselseitigen Einklopfen über den Therapeuten oder den Klienten/die Klientin selbst. Im Anschluss werden noch die Möglichkeiten der Abschluss-Techniken besprochen. Wie Sie den Prozess selbst und allein weiter unterstützen können in Ihrem Alltag.

Ebenso kann CP-EMDR (Creative Processing) – Mal-Variante mit genutzt werden und mit der „Butterfly Technik“ gearbeitet werden bis ein gelöstes, freieres Bild der Situation kommt. Damit wird solange fortgefahren bis ein optimales Abschlussbild kommt.

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Pragmatische Traumatherapie

Die pragmatische Traumatherapie beginnt mit einem ausführlichen Anamnesegespräch und der Befunderhebung. Die Arbeit in der Trauma-Therapie kann zu Beginn der Arbeit erst einmal der Stabilisierung dienen. Es geht hier sehr kleinschrittig voran. Immer den Bezug zum Klienten herstellen, was braucht Er/Sie im Hier und Jetzt im Moment. In der Trauma-Therapie muss zuvor genau geschaut werden, womit kann der Klient/die Klientin beginnen zu arbeiten. Hier geht es um die Auftragsklärung oder dem Ziel.

Es kann gut möglich sein, zuerst mit einem Notfallkoffer zu beginnen in dem alle Maßnahmen getroffen werden, wie sich der Klient/die Klientin allein in Notfällen behelfen kann. Das Grounding/Erdung und die Ressourcen-Diagnostik stehen mit an 1. Stelle.

Der Klient/die Klientin kann sich, wenn möglich, im Vorfeld schon mal überlegen, warum komme ich zur Trauma-Therapie, was ist der Sinn und das Ziel, dem Sie/Er folgen möchte? Die Klientin/der Klient kann sich schon vor Beginn der Therapie mit seinen Top-5Stärken befassen oder einfach mal 5 Stärken sich aufschreiben, die er hat, die ihm einfallen. Einfach sich mal hinsetzen und Zeit nehmen, welche 5 Stärken finde ich in mir selbst.

Natürlich kann ein ganz anderer Fokus/Schwerpunkt zu Beginn bei der Klientin/dem Klienten im Vordergrund stehen ohne bewusst zu wissen, dass das Thema zu einem früheren Trauma führt. Gemeinsam erarbeiten der Klient/die Klientin und die Therapeutin das Vorgehen.

Ob mit der aktuellen Situation, mit einem Auslöser oder einer Erinnerung gearbeitet wird. Wo im Moment der Fokus liegt wird begonnen oder besser gesagt, was für die Klientin/den Klienten „Jetzt“ wichtig ist anzugehen.

Es gibt viele Möglichkeiten wie die Lichtbrille auszuprobieren, mit Musik zu arbeiten, zu malen, das Arbeiten mit Ressourcen, Arbeiten mit Anteilen, einen sicheren Ort zu finden oder mit Bewegung. In der Therapie teilt sich die Aufmerksamkeit des Klienten auf, einerseitz folgt Sie/Er den Fingerbewegungen der Therapeutin und mit dem anderen Teil der Aufmerksamkeit seiner inneren Wahrnehmung. Dabei kann auch das wechselseitige Berühren der Schultern oder Oberschenkel (statt der Fingerbewegungen) durch die Therapeutin bei der Klientin/dem Klienten angewendet werden. Alles wird gemeinsam besprochen und ausprobiert, jedes Vorgehen und jede Berührung.

Es ist eine ganz einfühlsame und schöpferische Arbeit die Spaß und Freude bereiten darf. Natürlich dürfen die Emotionen gezeigt werden und Schritt für Schritt sich auflösen und neu integrieren. Neue Erkenntnisse dürfen für die Klientin/den Klienten ins Leben treten und im Alltag umgesetzt werden.

Wenn es noch mehr Unterstützung braucht, kann dann mit dem EMDR-Therapie Protokoll weiter gearbeitet werden.

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EMDR Coaching

EMDR heißt „Eye Movement Desensitization and Reprocessing” deutsch: Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen.

Mit EMDR können dysfunktional (falsch) gespeicherte und damit belastende Erinnerungen/Ereignissen neu verarbeitet, desensibilisiert und anschließend neu und heilsam im Bewusstsein gespeichert und integriert werden.

Das EMDR-Coaching kann bei vielfältigen Anliegen eingesetzt werden, zum Beispiel: Beziehungsproblematik/Konflikten in Partnerschaft, Beruf und Familienleben. Bei neuen Zielsetzungen privat und beruflich, bestehen von Prüfungen, Auftritten, Sprachproblemen, Anliegen von persönlichen Problemen ohne diagnostischen Hintergrund. Bei Veränderungsprozessen oder Entscheidungsfindung.

Der Ablauf ist im Grunde derselbe wie in der Therapie nur mit einem anderen Hintergrund. Es geht um eine ausführliche Stärkung innerer Ressourcen oder innerer Kraftquellen eines Menschen. Oft sind es die unbewussten Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen, Neigungen und Stärken die im Menschen vorhanden sind. Diese werden bei den vielfältigsten Themen genutzt und den Prozess der Weiterentwicklung zu fördern. Es werden dadurch bestehende hilfreiche Strategien und Ressourcen gestärkt und weitere Techniken neu verankert im Bewusstsein des Menschen.

Es wird mit einem sicheren Ort des Klienten/der Klientin gearbeitet und im Anschluss wird dieser sichere Ort mit der „Butterfly-Technik“ oder dem „Tapping“ bei sich selbst angewandt oder über die Therapeutin. Der sichere Ort kann vom Klienten visualisiert (vorgestellt) werden oder ein realer Ort der Ruhe und Erholung sein. „Butterfly“ bedeutet eine rechts-links Berührung der Oberarme oder „Tapping“ = rechts-links Berührung der Oberschenkel.

Die genannte Situation wird nun konkret erfasst, bewertet mit einer negativen Kognition/Bewertung, umbenannt in eine positive Kognition/Bewertung. Dann folgt eine Skalierung zwischen 0 bis 7 zur positiven Kognition/Bewertung. Und im Anschluss wird der Grad der Belastung über eine Skalierung von 0 bis 10 vorgenommen.

Dann kommt das Kernstück = Reprocessing genannt, hier wird nun konkret über die bilaterale Stimulation = rechts-links Augenbewegung oder rechts-links Berührung, die Verarbeitung bestimmter, erlebter Situationen ermöglicht. Es kann auch mit bilateraler Musik oder einer Brille gearbeitet werden, je nach Befinden des Klienten/der Klientin. EMDR folgt einen achtphasigen Behandlungskonzept dessen Kernstück ein Prozess ist, bei dem sich der Klient auf bestimmte Anteile seiner bewussten Erinnerung konzentriert und gleichzeitig den Fingerbewegungen der Therapeutin folgend die Augen bewegt. Es kommt manchmal vor, dass ein Klient keinen Fingerbewegungen folgen kann, dann kann, wenn vom Klienten gewünscht, die Therapeutin die Bewegungen auf den Oberschenkeln der Klientin/des Klienten bilateral, also im Wechsel, rechts, links mit den Händen antappen. Es folgen mehrere Serien/Abschnitte von Fingerbewegungen mit anschließender Frage an den Klienten und der Klient/die Klienten erzählt von ihrem Erleben im Prozess der gerade abläuft.

Zum Abschluss, wenn die Wink-Phasen vorbei sind, geht es in die Verankerung mit dem wechselseitigen Einklopfen über den Therapeuten oder den Klienten/die Klientin selbst. Im Anschluss werden noch die Möglichkeiten der Abschluss-Techniken besprochen. Wie Sie den Prozess selbst und allein weiter unterstützen können in Ihrem Alltag.

Ebenso kann CP-EMDR (Creative Processing) – Mal-Variante mit genutzt werden und mit der „Butterfly Technik“ gearbeitet werden bis ein gelöstes, freieres Bild der Situation kommt. Damit wird solange fortgefahren bis ein optimales Abschlussbild kommt.

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